Magnesium und Vitamin K

März 7, 2016

Magnesiummangel – nicht zu verwechseln mit dem Altern

Viele Menschen ab dem 50. Lebensjahr beschweren sich über Muskelkrämpfe und Zuckungen, die sie nachts aus dem Schlaf reißen. Das Ergebnis: Eine unruhige Nacht und Muskelsteifheit über den Tag. Die Mehrheit stempelt diese Vorfälle unter dem Alterungsprozess ab, was allerdings nur bedingt der Wahrheit entspricht. Denn in über 90% der Fälle handelt es sich um einen einfachen Magnesiummangel, der kinderleicht behoben werden kann.

Anzeichen von Magnesiummangel

wadenkrampfMagnesium ist für unseren Körper unentbehrlich und wird in großen Mengen benötigt. Allerdings ist ein Magnesiummangel besonders bei Menschen über 50 Jahren keine Seltenheit, was sich negativ auf den gesamten Organismus auswirkt. In Zahlen: Nach Angaben des Deutschen Instituts für Ernährungsmedizin und Diätetik decken nur etwas mehr als 50% der Menschen ab 50+ ihren täglichen Magnesiumbedarf, etliche von ihnen nur die empfohlene Untergrenze.
Männer wie Frauen leiden am Magnesiummangel: Bei Frauen liegt dies vor allen an der Menopause, da durch die erhöhte Zufuhr von Kalzium (Stärkung der Knochendichte) Magnesium vernachlässigt wird. Bei Männern setzt der Mangel durch einen zu hohen Verzehr von Kaffee, Tee, kohlesäurehaltigen Softdrinks oder zuckerhaltigen Snacks über den Tag ein. Light-Produkte mit Zuckerersatz oder anderen Zusatzstoffen spülen das Magnesium über den Urin aus. Zudem fördert täglicher Stress zu einer Überproduktion an Adrenalin und Kortison, welche den Magnesiumhaushalt erschöpfen.

Typische Anzeichen eines Magnesiummangels:

  • Muskelkrämpfe
  • Zuckungen im Gesicht
  • Innere Unruhe
  • Schlechter Schlaf
  • Kopfschmerzen
  • Chronische Schmerzen

Empfehlungen bei einem Magnesiummangel:

Wenn Sie an einem der oben aufgeführten Symptome regelmäßig leiden, haben Sie mit großer Wahrscheinlichkeit zu wenig Magnesium in Ihrem Körper. Doch was kann man machen?

  1. Verzichten Sie auf Zuckerersatz.
  2. Verzichten Sie auf kohlensäurehaltige Softdrinks, die die Magnesiumaufnahme behindern.
  3. Essen Sie mehr magnesiumreiche Lebensmittel wie Kürbiskerne, Mandeln, Cashew-Kerne, Heilbutt, Spinat oder Kleie
  4. Trinken Sie statt Leitungswasser Quellwasser, da dieses magnesiumreicher ist.
  5. Verzichten Sie weitestgehend auf Alkohol, da dieser den Stuhlgang und somit die Ausspülung antreibt.
  6. Wenn Sie Ihre Ernährung nicht umstellen möchten oder können, empfiehlt es sich, auf Nahrungsergänzungsmittel zurückzugreifen.